ISO 9001:2015 – Revision

Die wesentlichen Neuerungen

ISO 9001:2015 – Revision

Eine neue Gliederung

Die neue Gliederung lässt bereits auf einige Neuigkeiten schließen. Diese Struktur ist nach den Anforderungen der ISO Directive, Annex SL 2013 gegliedert. Das bedeutet, dass die Ersteller von Normen für Managementsysteme, so auch die ISO 14001 (Umwelt) bzw. ISO 45001 (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz), künftig dieselbe Struktur, Gliederung sowie Textbausteine und Terminologie verwenden müssen.

Kontext des Unternehmens und interessierte Parteien

Neben den Lieferanten und Kunden, bezieht die neue Norm nun auch sinngemäß alle „interessierten Parteien“ (Stakeholder wie z.B. Eigentümer, Mitarbeiter, Behörden, Banken usw.)  in die Betrachtung des Umfeldes mit ein. Diese weiteren internen und externen Einflussfaktoren werden explizit identifiziert, verstanden und mitberücksichtigt.

Risikobasiertes Denken als Risikoprävention: Es werden vorhandene Risiken und auch Chancen erkannt und Maßnahmen ergriffen. Neben dem zielorientierten Handeln werden dadurch erwünschte Auswirkungen verstärkt und unerwünschte Effekte verhindert bzw. verringert und damit eine Verbesserung erreicht. 

Risikobasiertes Denken bezieht sich auf die Gesamtunternehmenssicht sowie auch auf die Prozessebene der Organisation.

Das erforderliche Wissen und die Kompetenzen der Organisation müssen „gemanaged“ werden. Wissen ist in der heutigen Wirtschaft ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Revision der ISO 9001 trägt diesem Umstand Rechnung und fordert einen systematischen Umgang mit Wissen. Dazu gehört, das notwendige Wissen zur Durchführung der Prozesse festzuhalten, aufrechtzuerhalten und für alle Mitarbeiter verfügbar zu machen.

Anforderungen an die Dokumentation: Diese sind mit der Revision 2015 anwendungsfreundlicher formuliert und können unternehmensspezifischer erstellt werden. Das Qualitätsmanagementhandbuch ist keine formelle Anforderung mehr.

Oberste Leitung/Top Management: ISO 9001:2015 nimmt die oberste Leitung für das Qualitätsmanagement stärker in die Verpflichtung. Diese soll die Verantwortung für die Wirksamkeit und die Leistungsfähigkeit des QM-Systems tragen und andere Führungskräfte in ihrer Führungsrolle für das QM-System stärken. Mitarbeiter sollen so eingesetzt, angeleitet und unterstützt werden, dass sie zur Wirksamkeit des QMS beitragen. Die Funktion des Qualitätsmanagementbeauftragten, der diese Aufgaben bisher übernommen hat, ist hingegen nicht mehr explizit vorgesehen. Dadurch gewinnt die Organisation mehr Spielraum, um die Verteilung der QM-relevanten Aufgaben flexibel vorzunehmen.

Prozessansatz: Die Norm ISO 9001:2008 unterstützte bereits die Einführung eines Prozessansatzes zur Entwicklung, Umsetzung und Verbesserung der Wirksamkeit des QMS. Die neue Norm übernimmt dies noch expliziter. In- und Output eines jeden Prozesses und deren Wechselwirkung müssen festgelegt werden. Die Messung der Leistungskennzahlen, die Festlegung der Verantwortlichkeiten etc. sind künftig detaillierter vorzugeben.

Wir bereiten Sie auf die ISO Revision vor!

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